Orientierung
Stromtarife mit den richtigen Daten vergleichen
Ein Stromvergleich lohnt sich, wenn Dein Tarif teurer wird, die vereinbarte Preisbindung endet oder Du die Grundversorgung verlassen möchtest. Gib zuerst Deine Postleitzahl und einen realistischen Jahresverbrauch ein. Beides bestimmt, welche Angebote an Deinem Wohnort verfügbar sind und wie hoch die voraussichtlichen Kosten ausfallen. Den verlässlichsten Verbrauchswert findest Du auf Deiner letzten Jahresabrechnung. Liegt sie nicht vor, kannst Du zunächst anhand von Haushaltsgröße, Wohnfläche und stromintensiven Geräten schätzen. Kontrolliere diese Schätzung später. Ein zu niedriger Wert lässt Tarife rechnerisch günstig erscheinen, während ein zu hoher Wert unnötig hohe Abschläge bedeuten kann. Bei einem Umzug ist der erwartete Verbrauch der neuen Wohnung die sinnvollere Grundlage.
Für einen Stromanbieter Vergleich zählen Arbeitspreis und Grundpreis zusammen. Der Arbeitspreis gilt für jede verbrauchte Kilowattstunde, der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an. Kleine Haushalte profitieren deshalb nicht automatisch vom niedrigsten Kilowattstundenpreis, wenn der feste Monatsanteil hoch ist. Bei Familien, elektrisch erwärmtem Wasser oder vielen Geräten wiegt der Arbeitspreis meist stärker. Vergleiche immer den ausgewiesenen Jahrespreis für Deinen Verbrauch und prüfe die Berechnung. Berücksichtige Neukundenboni getrennt von den laufenden Kosten. Ein Stromtarif ohne Bonus kann die langfristige Einordnung erleichtern, weil einmalige Preisvorteile das Bild im ersten Jahr nicht überlagern.