Orientierung
Schlafsäcke passend zu Deinem Einsatz auswählen
Ein Schlafsack soll zu Deiner Tour, der Jahreszeit und Deinem persönlichen Kälteempfinden passen. Für Übernachtungen auf dem Campingplatz zählen oft Bewegungsfreiheit und ein angenehmes Innengefühl, während beim Wandern jedes Gramm und ein kleines Packmaß wichtig werden. Plane nicht nur mit den Temperaturen am Tag, sondern vor allem mit den erwarteten Tiefstwerten in der Nacht. Höhenlage, Wind, Feuchtigkeit und ein kalter Untergrund können den Schlaf spürbar beeinflussen. Wenn Du schnell frierst, wähle einen wärmeren Bereich als die Wettervorhersage zunächst nahelegt. Auch eine passende Isomatte gehört dazu, denn ohne ihre Dämmung verliert der Körper viel Wärme an den Boden.
Die Temperaturangaben helfen bei der Auswahl, sollten aber richtig eingeordnet werden. Die Komforttemperatur ist für viele Menschen der sinnvollste Orientierungswert, weil sie einen entspannten Schlaf ohne starkes Frösteln anstrebt. Der Limitwert beschreibt dagegen einen Bereich, in dem eher kälteunempfindliche Personen noch schlafen können. Die Extremangabe ist keine Empfehlung für eine planbare Übernachtung. Ein Schlafsack 10 Grad eignet sich für milde Sommernächte, warme Hütten oder Reisen in südliche Regionen. Bei unbeständigem Wetter ist etwas Reserve sinnvoll. Prüfe außerdem, ob Du mit Kleidung schläfst, wie gut Deine Matte isoliert und ob Du abends ausreichend gegessen und getrunken hast.