Orientierung
Was bei kostenlosen Kreditkarten wirklich kostenfrei ist
Eine kostenlose Kreditkarte bedeutet meist, dass keine laufende Jahresgebühr für die Hauptkarte anfällt. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass jede Nutzung ohne Kosten bleibt. Je nach Angebot können Entgelte für Bargeldabhebungen, Zahlungen in Fremdwährung, Ersatzkarten, Papierrechnungen, Mahnungen oder die Nutzung bestimmter Services entstehen. Auch eine optionale Teilzahlung kann Kosten verursachen, wenn Du den offenen Betrag nicht vollständig ausgleichst. Schau deshalb nicht nur auf die Aussage zur Jahresgebühr, sondern lies die Konditionen zu den Funktionen, die Du tatsächlich verwendest. Für Einkäufe im Euro-Raum gelten häufig andere Regeln als für Reisen, Onlinebestellungen in anderer Währung oder regelmäßige Bargeldversorgung.
Ebenso wichtig ist die Art der Karte. Bei einer Debitkarte wird der Umsatz üblicherweise zeitnah vom Girokonto abgebucht. Eine Charge-Karte sammelt Umsätze und zieht sie meist zu einem festen Termin ein. Bei einer Revolving-Kreditkarte ist häufig eine Rückzahlung in Raten möglich, wodurch auf offene Beträge Zinsen anfallen können. Prepaid-Karten müssen vor der Zahlung aufgeladen werden und können helfen, ein festes Budget einzuhalten. Welche Variante passt, hängt von Deinem Zahlungsrhythmus, Deiner Kontodeckung und dem gewünschten Überblick ab. Vergleiche deshalb Jahresgebühr, Abrechnungsmodell, mögliche Zinsen und Einsatzbedingungen immer gemeinsam, statt nur auf das Wort kostenlos zu achten.