Orientierung
Rezeptfreie Schmerzmittel richtig einordnen
Rezeptfreie Schmerzmittel sind für kurzfristige Beschwerden leichter bis mäßiger Intensität vorgesehen. Bei der Auswahl zählen nicht nur die wahrgenommene Stärke, sondern ebenso Schmerzort, Dauer, Begleitzeichen, Alter, Vorerkrankungen und weitere Arzneimittel. Häufig verfügbare Wirkstoffe sind Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure, auch ASS genannt, Diclofenac und Naproxen. Je nach Produkt gibt es Tabletten, Kapseln, Granulat, Saft, Zäpfchen, Gel, Salbe, Spray oder Pflaster. Schmerzmittel ohne Rezept unterscheiden sich bei Dosierung, Altersfreigabe, Gegenanzeigen und möglichen Wechselwirkungen erheblich. Maßgeblich bleiben stets Packungsbeilage, zugelassener Anwendungsbereich sowie die angegebene maximale Tagesdosis.
Rezeptfrei heißt nicht, dass ein Präparat für jede Person oder jede Beschwerde geeignet ist. Ob ein Wirkstoff ohne Rezept erhältlich ist, hängt unter anderem von Einzeldosis, Packungsgröße und Darreichungsform ab; höher dosierte Varianten können verschreibungspflichtig sein. Bei erstmals auftretenden, ungewöhnlich heftigen oder länger anhaltenden Schmerzen ist eine fachliche Einordnung wichtig. Das gilt auch bei Fieber, Schwellungen, Blutungen, Taubheitsgefühlen, Atemnot oder Beschwerden nach einem Unfall. Für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende sowie Personen mit Magen-, Darm-, Leber-, Nieren- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gelten besonders sorgfältige Hinweise. Regelmäßig eingenommene Medikamente können die Auswahl zusätzlich einschränken.