Orientierung
Desinfektion im Alltag sinnvoll einordnen
Desinfektion beschreibt die gezielte Verringerung oder Inaktivierung von Mikroorganismen, etwa Bakterien, Viren und Pilzen, auf ein Niveau, von dem im jeweiligen Bereich keine Infektionsgefahr ausgehen soll. Sie unterscheidet sich von der Reinigung: Reinigung entfernt sichtbaren Schmutz und Rückstände sowie einen Teil der Keime, während Desinfektionsmittel für eine festgelegte antimikrobielle Wirkung vorgesehen sind. Sterilisation ist davon ebenfalls abzugrenzen, denn sie verfolgt deutlich weitergehende Anforderungen und ist im privaten Haushalt meist kein Thema. Für Deine Auswahl ist deshalb zuerst der Anlass wichtig. Nicht jede gereinigte Fläche muss zusätzlich desinfiziert werden, und nicht jedes Mittel passt zu jedem Einsatzort.
Im Haushalt genügt bei üblichen Verschmutzungen meist gründliches Reinigen mit geeigneten Reinigungsmitteln und Wasser. Eine gezielte Desinfektion kann bei ansteckenden Erkrankungen im Umfeld, nach Kontakt mit möglicherweise infektiösem Material oder bei besonderen hygienischen Anforderungen eine Rolle spielen. In Pflegeeinrichtungen, Praxen, Gemeinschaftsbereichen und vielen Arbeitsumgebungen können darüber hinaus feste Hygienepläne gelten. Entscheidend ist die klare Zuordnung: Ein Mittel für Hände ist kein Ersatz für ein Flächenprodukt, und ein Flächenmittel gehört nicht auf die Haut. Lies daher immer den vorgesehenen Anwendungsbereich, die Sicherheitsinformationen und Hinweise zur Materialverträglichkeit, bevor Du ein Produkt verwendest.