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Strom

Strom vergleichen, Anbieter wechseln, Kosten senken: So findest Du den passenden Stromtarif für Haushalt oder Gewerbe und sicherst Dir günstige Konditionen.

Strom im Überblick
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Kaufberatung

Entscheidungen leichter machen

Die wichtigsten Kriterien, verständlich aufbereitet und direkt auf diese Kategorie zugeschnitten.

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Orientierung

Was ist Strom und warum lohnt sich der Vergleich

Elektrischer Strom bezeichnet den gerichteten Fluss elektrischer Ladungsträger durch einen leitfähigen Werkstoff. In Deinem Haushalt fließt Wechselstrom mit einer Netzfrequenz von 50 Hertz und einer Nennspannung von 230 Volt aus der Steckdose. Der Stromverbrauch wird in Kilowattstunden gemessen: Je mehr elektrische Geräte Du betreibst, desto höher fällt Deine Jahresrechnung aus. Die Stromstärke gibt an, wie viele Ladungsträger pro Zeiteinheit durch den Leiter wandern, gemessen in Ampere. Für Dich als Verbraucher bedeutet das konkret: Jede eingeschaltete Lampe, jeder laufende Kühlschrank und jedes ladende Smartphone verbraucht Strom und erzeugt Kosten.

Ein Tarifvergleich hilft Dir, die Kosten zu senken, ohne auf Komfort zu verzichten. Stromtarife setzen sich aus einem festen Grundpreis pro Monat und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis pro Kilowattstunde zusammen. Weil die Preise zwischen Anbietern erheblich variieren, kannst Du durch einen Wechsel mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Vergleichsportale wie Verivox oder Check24 listen bundesweit verfügbare Angebote auf und ermöglichen die Gegenüberstellung von Grund- und Arbeitspreis, Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und Bonusregelungen. Dabei bleiben Versorgungssicherheit und Netzqualität unverändert, denn das physikalische Stromnetz und der Netzbetrieb liegen in der Verantwortung des örtlichen Netzbetreibers, unabhängig davon, welchen Lieferanten Du wählst.

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Praxiswissen

So funktioniert der Stromanbieterwechsel Schritt für Schritt

Der Wechsel des Stromanbieters läuft in der Regel unkompliziert ab. Zunächst ermittelst Du Deinen Jahresverbrauch anhand der letzten Jahresabrechnung oder des Zählerstands. Anschließend gibst Du Postleitzahl, Verbrauch und gewünschte Vertragsbedingungen in einen Tarifrechner ein. Die Ergebnisliste zeigt Dir verfügbare Tarife mit den jeweiligen Kosten pro Jahr, aufgeschlüsselt nach Grundpreis und Arbeitspreis. Achte darauf, Bonuszahlungen gesondert zu betrachten, da sie oft nur im ersten Vertragsjahr gewährt werden und das Bild verzerren können. Nach der Auswahl füllst Du den Online-Antrag aus, legitimierst Dich per PostIdent oder VideoIdent und erteilst dem neuen Anbieter eine Vollmacht zur Kündigung beim bisherigen Versorger.

Die Kündigungsfrist beim alten Anbieter beträgt in der Grundversorgung zwei Wochen, bei Sonderverträgen meist vier Wochen zum Vertragsende. Dein neuer Lieferant übernimmt die Kündigung und koordiniert den Lieferantenwechsel mit dem Netzbetreiber. Die Umstellung erfolgt zu einem festen Stichtag, an dem der Zählerstand abgelesen wird. Eine Unterbrechung der Stromversorgung tritt nicht ein, weil der Netzbetreiber gesetzlich zur lückenlosen Versorgung verpflichtet ist. Falls der Wechsel scheitert, springt automatisch die Grundversorgung ein. Nach dem Wechsel erhältst Du vom neuen Anbieter eine Vertragsbestätigung und Informationen zur ersten Abrechnung. Der gesamte Prozess dauert üblicherweise drei bis sechs Wochen ab Vertragsabschluss.

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Entscheidungshilfe

Worauf Du bei Stromtarifen achten solltest

Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist bestimmen Deine Flexibilität. Kurze Laufzeiten von zwölf Monaten mit einmonatiger Kündigungsfrist ermöglichen Dir, jährlich neu zu vergleichen und von Preissenkungen zu profitieren. Lange Laufzeiten von 24 Monaten schränken Deine Handlungsmöglichkeiten ein, sichern Dir aber manchmal eine Preisgarantie über die gesamte Vertragsdauer. Prüfe, ob die Preisgarantie alle Bestandteile umfasst oder nur den Energieanteil: Netzentgelte, Steuern und Umlagen können dennoch steigen und Deine Rechnung erhöhen. Bonuszahlungen wie Neukundenbonus oder Sofortbonus senken die Kosten im ersten Jahr, fallen aber im zweiten Vertragsjahr weg. Rechne deshalb immer mit den Kosten ab dem zweiten Jahr, um Überraschungen zu vermeiden.

Die Art der Preisanpassungsklausel regelt, wann und wie der Anbieter die Tarife ändern darf. Seriöse Anbieter informieren Dich mindestens sechs Wochen vor einer Erhöhung schriftlich und räumen Dir ein Sonderkündigungsrecht ein. Vermeide Tarife mit Vorauskasse, weil Du im Insolvenzfall des Anbieters Dein Guthaben verlieren kannst. Ebenso wenig empfehlenswert sind Pakettarife, bei denen Du eine feste Strommenge im Voraus kaufst: Verbrauchst Du weniger, verfällt die Differenz; verbrauchst Du mehr, zahlst Du einen erhöhten Arbeitspreis für jede zusätzliche Kilowattstunde. Achte zudem auf transparente Vertragsbedingungen ohne versteckte Gebühren für Zählerablesung, Abrechnung oder Zahlungsart. Empfehlenswert sind Tarife mit monatlicher Abschlagszahlung und jährlicher Abrechnung, bei der Über- oder Unterzahlungen verrechnet werden.

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Praxiswissen

Ökostrom, Gewerbestrom und Kombitarife im Überblick

Ökostromtarife liefern Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Wasser oder Photovoltaik. Die physikalische Lieferung unterscheidet sich nicht vom konventionellen Strommix, denn im Netz fließt ein einheitlicher Strom. Entscheidend ist die rechnerische Einspeisung: Dein Anbieter speist die von Dir verbrauchte Menge an Ökostrom ins Netz ein oder kauft entsprechende Herkunftsnachweise. Zertifikate wie das Grüner Strom Label oder OK-Power belegen, dass der Anbieter in den Ausbau erneuerbarer Anlagen investiert. Reine Herkunftsnachweise ohne Förderwirkung sind weniger aussagekräftig. Ökostromtarife sind oft preislich konkurrenzfähig und unterscheiden sich kaum von konventionellen Angeboten. Der Wechsel erfolgt genauso wie bei jedem anderen Tarif, ohne technische Anpassungen an Deinem Anschluss.

Gewerbestrom richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler mit höherem Verbrauch. Ab etwa 10.000 Kilowattstunden im Jahr bieten viele Anbieter spezielle Gewerbestromtarife mit günstigeren Arbeitspreisen an. Die Vertragsbedingungen ähneln denen für Privatkunden, verlangen aber oft eine Gewerbeanmeldung oder einen Nachweis der selbstständigen Tätigkeit. Kombitarife für Strom und Gas bündeln beide Energiearten bei einem Anbieter und gewähren einen Kombinationsrabatt. Du erhältst eine gemeinsame Rechnung und vereinfachst die Verwaltung. Allerdings bist Du weniger flexibel, wenn sich nur bei einem Energieträger günstigere Angebote ergeben. Vergleiche deshalb, ob der Rabatt die eingeschränkte Flexibilität aufwiegt oder ob zwei separate Tarife in der Summe günstiger sind.

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Entscheidungshilfe

Typische Anbieter und ihre Tarifstrukturen

Bekannte überregionale Anbieter wie Vattenfall, E.ON, EnBW und Lichtblick decken bundesweit verschiedene Kundensegmente ab. Vattenfall bietet sowohl konventionelle als auch Ökostromtarife mit unterschiedlichen Laufzeiten und Preisgarantien. E.ON setzt auf digitale Kundenportale und flexible Tarifoptionen, während EnBW regionale Tarife mit lokalen Bonusprogrammen kombiniert. Lichtblick konzentriert sich auf Ökostrom und hat früh auf erneuerbare Energien gesetzt. Regionale Stadtwerke wie EWE versorgen Kunden in bestimmten Gebieten und punkten mit persönlichem Service und lokaler Nähe. Die Grundversorgung erfolgt durch den örtlichen Grundversorger, meist das lokale Stadtwerk, und ist gesetzlich geregelt. Sie greift automatisch, wenn Du keinen Sondervertrag abschließt oder Dein Lieferant ausfällt.

Vergleichsportale wie Verivox und Check24 bündeln Tarife verschiedener Anbieter und ermöglichen Dir einen schnellen Überblick. Sie finanzieren sich durch Provisionen der Anbieter, beeinflussen aber nicht die Tarifkonditionen selbst. Achte darauf, Filtereinstellungen so zu setzen, dass nur Tarife mit fairen Vertragsbedingungen angezeigt werden: kurze Laufzeiten, umfassende Preisgarantie, kein Paket- oder Vorauskasse-Modell. Manche Portale markieren empfohlene Tarife, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Nutze diese Vorauswahl als Orientierung, prüfe aber dennoch die Details im Vertragsdokument. Ein Anruf beim Kundenservice des neuen Anbieters vor Vertragsabschluss klärt offene Fragen zu Kündigungsfristen, Bonusauszahlung und Preisanpassungen.

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Praxiswissen

Strom anmelden, kündigen und Sonderfälle meistern

Bei einem Umzug musst Du Strom für die neue Wohnung rechtzeitig anmelden. Informiere Deinen bisherigen Anbieter über den Auszug und kündige den Vertrag zum Umzugstermin. Für die neue Adresse schließt Du entweder einen neuen Vertrag mit Deinem bisherigen Anbieter ab oder wählst einen günstigeren Tarif bei einem anderen Lieferanten. Meldest Du Dich nicht aktiv an, rutschst Du automatisch in die Grundversorgung des örtlichen Versorgers, die meist teurer ist. Notiere den Zählerstand beim Ein- und Auszug und fotografiere ihn zur Dokumentation. So vermeidest Du Unstimmigkeiten bei der Endabrechnung. Der neue Anbieter benötigt Zählernummer, Zählerstand und das gewünschte Lieferdatum, um die Versorgung nahtlos zu gewährleisten.

Ein Sonderkündigungsrecht entsteht bei Preiserhöhungen, Umzug oder Insolvenz des Anbieters. Erhöht Dein Lieferant die Preise, musst Du innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Mitteilung kündigen, damit das Sonderkündigungsrecht greift. Beim Umzug kannst Du kündigen, wenn der Anbieter am neuen Wohnort nicht liefert oder nur zu ungünstigeren Konditionen. Im Insolvenzfall springt die Ersatzversorgung ein, die maximal drei Monate läuft. Nutze diese Zeit, um einen neuen Vertrag abzuschließen. Stirbt der Vertragsinhaber, geht der Vertrag auf die Erben über; diese können außerordentlich kündigen. In allen Fällen gilt: Kündige schriftlich per Einschreiben oder über das Online-Portal und fordere eine Kündigungsbestätigung an, um Rechtssicherheit zu haben.

Fragen & Antworten

Gut zu wissen

Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor einer Entscheidung besonders häufig entstehen.

Wie finde ich den günstigsten Stromanbieter?

Nutze Vergleichsportale wie Verivox oder Check24, gib Postleitzahl und Jahresverbrauch ein und filtere nach kurzen Laufzeiten sowie fairen Vertragsbedingungen. Achte auf den Preis ab dem zweiten Jahr ohne Boni, um langfristig günstige Tarife zu identifizieren.

Wie lange dauert ein Stromanbieterwechsel?

Der Wechselprozess benötigt in der Regel drei bis sechs Wochen ab Vertragsabschluss. Dein neuer Anbieter kündigt beim bisherigen Lieferanten, koordiniert den Lieferantenwechsel mit dem Netzbetreiber und teilt Dir den genauen Stichtag mit. Eine Versorgungsunterbrechung entsteht nicht.

Kann ich bei einem Umzug meinen Stromvertrag mitnehmen?

Ja, wenn Dein Anbieter am neuen Wohnort liefert. Informiere ihn frühzeitig über den Umzug. Liefert er nicht oder nur zu schlechteren Konditionen, hast Du ein Sonderkündigungsrecht. Alternativ kannst Du den Vertrag kündigen und am neuen Ort einen günstigeren Tarif wählen.

Was passiert, wenn mein Stromanbieter insolvent wird?

Die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers springt automatisch ein und sichert die Stromlieferung für maximal drei Monate. Nutze diese Frist, um einen neuen Vertrag abzuschließen. Bereits gezahlte Abschläge kannst Du als Forderung im Insolvenzverfahren anmelden.

Lohnt sich Ökostrom finanziell?

Ökostromtarife sind preislich oft konkurrenzfähig und teilweise sogar günstiger als konventionelle Angebote. Du förderst den Ausbau erneuerbarer Energien ohne Mehrkosten. Achte auf anerkannte Zertifikate wie Grüner Strom Label, die echte Investitionen in neue Anlagen belegen.

Welche Kündigungsfrist gilt in der Grundversorgung?

In der Grundversorgung beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. Du kannst jederzeit mit dieser Frist kündigen und zu einem Sondervertrag wechseln. Sonderverträge haben meist längere Fristen von vier Wochen zum Vertragsende, abhängig von den vereinbarten Bedingungen.

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